About me

Hallo, mein Name ist Tony Eberhardt, bin 26 Jahre alt – also geboren am 23.05.1994 in der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg. Und ich wohne zur Zeit in der deutschen Bundeshauptstadt Berlin. Seit 2005 spiele ich leidenschaftlich Handball, ich fotografiere gerne und ich liebe Reisen. Vorallem in die Berge. Reisen ist toll, da ich viele verschiedene Kulturen und Menschen kennenlerne – dadurch erweitert auch meinen Horizon. Außerdem ist Fashion mein Innbegriff und dadurch drücke ich gerne meine Persönlichkeit aus - besonders als Model. In meiner Freizeit hab ich's eher gern bequeme sportliche Sachen an. 

Bevor ich im Jahr 2016  mein Abitur auf der Margarethe-von-Witzleben Schule in Berlin absolvierte, war  ich  im zweiten Schulhalbjahr 2008/09 bis 2011 auf einer Landesschule mit dem Förderschwerpunkt "Hören" in Güstrow und ich schloss meine Mittlere Reife mit 1,6 ab. Der Weg zum Abitur war für mich nicht einfach. Mit zwei Jahren wurde bei mir diagnostiziert, dass ich beidseitig hochgradig schwerhörig bin und mein Sprachverständnis bei 20% liegt. Das alles passierte wegen einer Entzündung im Mittelohrbereich.

Trotzdem meisterte ich mein Leben - so weit wie es ging. Von 2000 bis 2004 besuchte ich das Sprachheilpädagogisches Förderzentrum in Neubrandenburg, das mittlerweile nicht mehr als eigenständige Schule existiert. Danach ging ich in der vierten Klasse in die 1.Grundschule "Uns Hüsung" Neubrandenburg und dann besuchte (Schuljahr 2005/06 bis 2008/09) die 1. Neubrandenburger Regionale Schule "Fritz Reuter" (ehemals 1. Realschule "Fritz Reuter" Neubrandenburg).

Als kleines Kind, hatte ich grenzenloses Selbstvertrauen. Ich strahlte meine Lebensfreude auf eine gewisse Art und Weise aus und ich alberte viel rum. Vieles habe ich experimentiert, ich zog sogar die Schuhe und das Nachthemd meiner Oma an und ich parodierte Personen aus meinem Universum nach. Das Wandern in den österreichischen Bergen mit meinen Großeltern und Familie waren kostbare Zeiten, ich habe es genossen und die prägten positiv auf meine Kindheit aus.

Und dann auf Einmal stellte ich mich selbst infrage. Ab der 4. Klasse fing es mit Gemeinheiten an – aufgrund meiner Sprache und meiner Hörbehinderung und ab der Mittelschule dann das Mobbing. Seitdem verlor ich früh an mein Selbstvertrauen, ließe dann von Anderen verscherzen und ärgern, und ich war machtlos. Als Kind habe ich früher vieles nicht verstanden und ich bekam zu Hause auch zusätzliche Probleme. Es war keine einfache Kindheit – Familie, Scheidungskind, Schule und Mobbingopfer. Im Jungen Alter war es für mich die größte Herausforderung meines Lebens, es war sehr belastend.

Dann werde ich älter und ich zweifelte mehr an mir selbst, bis ich mein ganzes Selbstvertrauen verlor. Die ganze Selbstachtung, der Ziel ist weg. Und wenn ich das nicht an mich ranließe? Wenn ich einfach stärker werde? Wenn es mir egal wäre, wie ich aussehe, spreche oder was ich höre? Wenn ich das Selbstvertrauen nie verlieren will? Was, wenn mir jemand sagt, ich sei nicht gut oder hübsch genug? Was passiert, wenn sie weiter mich mobben und handgreiflich werden? Selbstmord?

In der 9. Klasse hatte ich im ersten Halbjahr ein Notendurchschnitt von 4,5. Es war für mich wie ein Todesurteil und ich sah es ein, dass es so nicht weitergehen kann.  Ich ergriff mit 16 Jahren nun die Chance auf die Schule für die Hörgeschädigten mit Internat zu wechseln – weg von der Vergangenheit. In der neuen Schule baute ich meine Persönlichkeit weiter aus und ich konnte mein Selbstvertrauen ungestört solide aufbauen.  Ich nutze auch die Kraft und die Weisheit, zu sagen:

"Was und wer ich bin, ist besser als das Negative. Denn das, was ich bin, bin eben ich. Ich bin ich und wurde immer mehr und mehr stolz darauf, auf meine Weiterentwicklung."

Nach 1,5 Jahren konnte ich mein Selbstvertrauen wieder aufbauen und dann kam der Tiefpunkt meines Lebens: Im April des Jahres 2011 verstarb mein Vater – ich liebe ihn so sehr und dank mein Vater, konnte ich früh die Selbstständigkeit lernen und für mein Leben meine eigene Entscheidungen treffen. Trotzdem verlor ich das Ziel "Mittlere Reife" nicht aus den Augen und absolvierte meinen Abschluss mit 1,6.

Der Tod meines Vaters hat mich emotional sehr belastet und es dauerte sehr lange bis ich es verarbeiten konnte – nach fast 9 Jahren. Ich hatte nicht die Möglichkeit gehabt, bei seiner Beerdigung zu sein.

Mein nächstes Ziel lautete "Abitur 2013" in Berlin. Ich war einerseits froh, weiterhin weg von zu Hause zu sein und ich konnte in Berlin zahlreich neue Erfahrungen sammeln, wie das Modeln, andererseits war ich unglücklich, traurig und einsam im eigenen Herzen.
Ich ließe meine Leistung in der Berliner Schule nach und ich bewarb mich mit meiner Fachhochschulreife auf die Designschule in Schwerin.

Nach dem Wechsel nach Schwerin verstarb meine Oma (die Mutter von meinem Dad). Sie hat wegen dem Tod meines Vaters zwar körperlich und emotional  bemerkenswert überstanden, trotzdem verlor sie endgültig ihre Kraft. Ihr Tod traf mich sehr ungünstig und ich ging nach einem Jahr wieder zurück nach Berlin, packte den Willen zusammen und absolvierte das Abitur im Jahre 2016.

Es waren tolle Jahre als ich in Berlin lebte. Vieles hat mich positiv geprägt und beeinflusst, wie Bildung (Abitur), Sport (Handball), Kultur und Reisen (Modeljobs, Events, Fashionshows) und Offenheit (Sexualität, Mister Gay Germany). Ich lernte mich besser kennen und ich bin stolz auf meine Weiterentwicklung. Nach meinem Abitur wollte ich Lehramt mit Sonderpädagogik studieren und bevor ich es in Angriff nahm, nahm ich an einem Bundesfreiwilligendienst in der Sprachheilschule Neubrandenburg teil. Währenddessen bin ich auch Mister Mecklenburg-Vorpommern 2016/17 geworden und ich belegte den vierten Platz als Mister Germany.

Im Sommer 2017  bekam ich leider nur eine Zusage an der Universität zu Köln und ich studierte dort  an der Spoho (Sporthochschule Köln) Sport, Geschichte und Sonderpädagogik "Hören und Kommunikation". Köln ist eine sehr lebenswerte Stadt, lernte dort neue Menschen kennen und mir ging es ein wenig besser. Jedoch wollte ich an der Humboldt Universität zu Berlin Lehramt studieren und dann in Berlin auf meiner alten Schule als Lehrer  arbeiten. Mit Köln hat es nicht so geklappt, wie ich mir es gewünscht habe. Ich bekam in Berlin ein Ausbildungsplatz als Hörakustiker bei Flemming&Klingbeil und beendete mein Studium nach 4 Semestern. Im Dezember wurde ich allerdings aufgrund meiner Hörbehinderung gekündigt. Seit Februar 2020 arbeite ich (mit Unterbrechung wegen Covid19) bei Tommy Hilfiger als Modeberater und ich versuchte einen Neustart: Ein Studium an der HU in Berlin – Skandinavistik (Skandinavische Sprachen) und wegen Corona hatte ich keinen guten Start an der Uni. Es frustriert mich!

Seit Frühling 2011 kämpfe ich wieder glücklich zu sein. Ich habe es satt alleine in Köln und jetzt alleine in Berlin zu sein. Ich fühle mich auch in der Hauptstadt nicht mehr wohl und zurück nach Neubrandenburg möchte ich auch nicht. Neubrandenburg ist zwar eine tolle Stadt, dort ist für mich keine Perspektive fürs Leben. Der Traum Lehrer zu werden ist für mich nun endgültig beendet.

Ich bin 26 Jahre alt, ich hab echt viele Erfahrungen gesammelt und schaffe es immer wieder, einen Job zu finden , um zu überleben. Irgendwann hab ich es auch satt. Studieren möchte ich nicht mehr, da ich beim Studium  gemerkt habe, dass es mir zu "trocken" und zu theoretisch ist. Ich bin der Typ für den großen praktischen und für den kleineren theoretischen Teil.

Im Moment bin ich Kandidat für den neuen "GQ Gentlemen 2021" und ich möchte ins Finale. Nur kann einer GQ Gentlemen 2021 werden und nureiner kommt auf das Cover des deutschen GQ Magazins. Ich will es sein.

Es bleibt spannend, was ich neben "GQ Gentleman 2021" machen werde.  Was ich will ist ein neues Lebensabschnitt...

Meine Frage lautet: "Was will ich in fünf Jahren sein?"

Nun um ganz ehrlich zu sein, ich habe nicht die geringste Ahnung. Denn die Frage macht mich zu schaffen, denn ich habe nichts in der Hand, außer mein Abitur und meine Lebenserfahrung. Die meisten in meinem Alter haben tatsächlich schon Ihren Weg gefunden. Sie haben schon einen Berufsabschluss, einen Job und sogar eine Familie gegründet. Aber es gibt auch welche, ob sie es nun zugeben oder nicht, finden das immer noch heraus. Es ist egal, ob man 18 oder 26 ist, man entwickelt sich immer weiter – oder auch nicht. Vielleicht geht es weniger darum  wer ich sein will! Aber eins weiß ich, in fünf Jahren will ich endlich glücklich sein! Ich will die Lebensfreude, die Unbeschwertheit, Mut haben und aufatmen können. Es gibt noch viel mehr was ich in fünf Jahren sein will. Aber alles darüber hinaus, muss warten, bis ich da bin, wo ich hingehe, bevor ich das herausfinde. 

Und zuletzt: Warum ich Tony heiße? Die Frage bleibt nun erstmal offen...